
Jesus hat seine Jünger darauf vorbereitet, dass er sterben und auferstehen wird. Sie wollten nicht gerne darüber reden. Wir kennen das. Wir hören es auch nicht gerne, wenn ein geliebter Mensch von seinem Sterben spricht. Es tut viel zu weh, daran zu denken. Darum wehren wir es normalerweise ab. Aber er fand es nötig, mit ihnen darüber zu sprechen. Er wollte sie vorbereiten. Und er gab ihnen eine Perspektive über das Sterben hinaus. Er sagte: "Ich lebe, und ihr sollt auch leben!" (Johannes 14,19) .
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Der Tod ist das Ende von allem, was wir kennen und gewohnt sind. Zugleich ist er der Durchgang zum Leben. Es ist ein anderes Leben als das, was wir hier kennen. Frei von der Schwerkraft der Materie. Frei von den Grenzen, die uns unser Körper auferlegt. In den Auferstehungsgeschichten der Bibel lesen wir, dass der Auferstandene durch geschlossene Türen und Fenster gehen konnte. Für einen normalen Menschenleib ist so etwas nicht möglich. Wir können uns so etwas gar nicht vorstellen. Im Grunde können wir gar nicht über den Tod hinausdenken. Darum war es so wichtig, dass Jesus Christus sich gezeigt hat, zuerst den Frauen und dann auch denen in seinem Schülerkreis. Immer wieder ist er erschienen, vierzig Tage lang. Mal haben ihn die einen gesehen, dann die anderen. Sie waren außer sich vor Staunen und vor Freude. Sie suchten die anderen und erzählten: "Wir haben Jesus gesehen!"
Wäre es bei der Auferstehung nur um Jesus gegangen, wäre es gar nicht nötig gewesen, dass er sich sehen lässt. Aber es ging ihm nicht nur um sich selbst. Es ging ihm um die Frauen, die Jünger und um die ganze Menschheit. Er hat einen Weg bereitet, der auch uns offensteht. Er wollte, dass wir das wissen. Wir dürfen ihm folgen, auch über den Tod hinaus.
In einem alten Kirchenlied heißt es: "Jesus lebt, mit ihm auch ich. Tod, wo sind nun deine Schrecken?" "Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken."
Ich wünsche Ihnen allen und euch allen ein frohes Osterfest.
Gabriele Koenigs
P.S: Das Bild, das ich hier zeige, ist am Karfreitag entstanden. Es ist also noch völlig frisch. Ich habe noch keine Worte dafür, auch keinen Titel. Zeigen möchte ich es trotzdem. Und wer weiß, vielleicht findet jemand von Ihnen, von Euch, Worte dazu?
Hier können Sie das große Halleluja aus dem Oratorium "Der Messias" hören, dirigiert von der temperamentvollen Dirigentin Emmanuelle Haim. Viel Freude dabei!
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Hier können Sie das Osterlied "Jesus, meine Zuversicht" hören. Den Text finden Sie in Ihrem Gesangbuch.
